John Sinclair
Gier nach Templerblut
Abbé Laroche bekreuzigte sich und hatte dabei das Gefühl, eine Todsünde zu begehen. Er hatte seine Bewegung im Spiegel verfolgt und schaute sich jetzt sein Gesicht genauer an.
Furcht und schlechtes Gewissen. Beides vereinigte sich dort. Dazu passte auch der flackernde Blick. Er hasste sich dafür. Er hätte längst etwas dagegen unternehmen müssen, aber das schaffte er nicht. Er konnte einfach nicht über den eigenen Schatten springen.
Er stand in der kleinen Sakristei. Sie kam ihm wie ein Gefängnis ohne Gitter vor. Laroche hatte den Beruf als Pfarrer gewählt. In seiner Gemeinde war er auch anerkannt. Nur wusste niemand, welches Geheimnis er vor aller Welt verbarg...
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